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Vom 22. Juni 2013

Hochwasser-Sandsäcke werden zu Handtaschen

Hochwasser-Sandsäcke werden zu Handtaschen Die restlichen Hochwasser-Sandsäcke werden zu schicken Handtaschen umfunktioniert. © Luigi Chiesa / Wikipedia

Die Dresdener Spenden-Initiative „Alles Jute“ macht aus der Hochwasser-Not eine Tugend: Aus den Sandsäcken, die für die Flut im Osten Deutschlands vorgesehen waren, sollen schicke Handtaschen genäht werden.

Bislang wurden schon über 350 übriggebliebene Sandsäcke gesammelt und gewaschen, allerdings werden nur Säcke verwendet, die noch nicht mit dem schmutzigen Hochwasser in Berührung gekommen sind. Die originellen Handtaschen sollen ab nächste Woche in kleineren Geschäften und Cafés der Neustadt und auch über einen Online-Shop bei „Alles Jute“ verkauft werden – zum Preis von 8,76 Euro. Diese Zahl entspricht exakt dem Dresdener Elbe-Höchststand von 8,76 Metern in der ersten Juniwoche.

Der Sprecher der Initiative verrät, dass es schon 150 Vorbestellungen gibt, darunter auch Anfragen aus Bremen, Duisburg und Hamburg. Produziert werden die Taschen im Louisen KombiNaht in der Dresdner Neustadt, zunächst ist eine Stückzahl von 500 geplant, maximal sollen allerdings 876 Taschen angefertigt werden. Unterstützt wird „Alles Jute“ von einer Firma, die bereits die Gurte bereitgestellt hat und Freiwillige, die sich zum spontanen Näheinsatz über Facebook gemeldet haben. Die Produktion einer Tasche dauert etwa eine halbe Stunde. Die Einnahmen sollen zum größten Teil kleinen privaten Kulturvereinen gespendet werden, die Opfer der Flut wurden.

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