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Vom 22. Januar 2014

Die Jogginghose: Must-Have oder modischer Albtraum?

Die Jogginghose: Must-Have oder modischer Albtraum? Der modische Wert der Jogginghose spaltet die Nation. © Wikipedia

An kaum einem anderen Alltags-Kleidungsstück scheiden sich die Geister so stark wie an der Jogginghose. Für viele ist sie der Inbegriff der Gemütlichkeit, für andere das Schlimmste, was in einem Kleiderschrank zu finden ist. Ob Top oder Flop – das konnte selbst am gestrigen „Internationalen Tag der Jogginghose“ nicht endgültig geklärt werden.

Die Befürworter der Jogginghose betonen, dass es wohl kaum ein bequemeres Kleidungsstück gebe als die Schlabber-Hose. Außerdem seien sie unkonventionell, da sie Protest gegenüber zu strengen Kleiderordnungen symbolisieren und immer etwas provokant wirken. Einige Stilberater wie Ines Meyrose vom Interessenverband deutscher Farb- und Stilberater, finden Jogginghosen an Frauen – vor allem in Kombination mit einem Blazer und hohen, eleganten Schuhen, sehr stilvoll. Vor allem die in diesem Jahr zahlreichen Varianten können wunderbar mit anderen Kleidungsstücken zu einem eleganten Outfit kombiniert werden, meint auch der Geschäftsführer des Deutschen Mode-Instituts, Gerd Müller-Thomkins.

Es gibt jedoch auch gegensätzliche Meinungen, wie die, dass Jogginghosen nur zum Sporttreiben getragen werden sollten, da sie – egal von welchem Designer sie entworfen wurden – immer noch irgendwie proletenhaft wirken und je nach Anlass gegenüber dem Gastgeber auch beleidigend wirken können. Männer sehen zudem in Jogginghosen schnell ungepflegt aus, muss auch Inge Meyrose einräumen.

Übrigens: Auch die Designer sind sich in Sachen Jogginghose nicht einig. Während Desiger Michael Michalsky bekennender Fan der Wohlfühlhose ist und ihren Weg in die Modewelt durchaus positiv bewertet, ist Stardesigner Karl Lagerfeld unerbittlich. Er findet, „wer Jogginghosen trägt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren.“

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