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Vom 30. April 2012

Marks & Spencer recycelt Mode

Marks & Spencer recycelt Mode Marks & Spencer spenden und recyclen ausrangierte Mode. © Christophe Ena/ AP/ dapd

Der britische Einzelhandelskonzern Marks & Spencer (M&S) hat als erstes Modeunternehmen weltweit eine riesige Recycling-Kampagne für ausrangierte Mode gestartet.

Wie viel Mode tatsächlich innerhalb kürzester Zeit weggeworfen wird, erklärt M&S-Chef Marc Bolland: Alleine in Großbritannien werden jedes Jahr 1 Milliarde Kleidungsstücke weggeworfen, das entspricht einem Gewicht von 500.000 Tonnen. Weil diese Zahl kaum vorstellbar ist, hat sich der Konzern zu einer ungewöhnlichen Aktion entschlossen: Zwei Wochen lang wurde die Außenfassade einer alten Brauerei im Londoner Stadtteil Shoreditch mit 9.513 ausrangierten Kleidern, Jeans und T-Shirts verhängt – diese Anzahl Kleidungsstücke landen in Großbritannien alle 5 Minuten im Müll, so Bolland.

Mit der Aktion “Shwopping”, eine Mischung aus Shopping (einkaufen) und Swapping (tauschen), will das Modeunternehmen diese Wegwerfkultur ändern. Deshalb haben die Kunden ab sofort die Möglichkeit, in jeder der 342 Filialen der Modekette ihre ausrangierten Kleidungsstücke in eigens dafür aufgestellten Container zu werden. Die Kunden werden dazu aufgefordert (natürlich freiwillig) für jedes neu erworbene Kleidungsstück ein altes, das nicht zwangsläufig von M&S stammen muss, wegzuwerfen. So will M&S mindestens ebenso viele ausrangierte Kleidungsstücke sammeln wie verkaufen. Und das sind eine ganze Menge, schließlich ist M&S der größte Textilhändler Großbritanniens und verkauft jährlich 350 Millionen Kleidungsstücke.

Die so gesammelten Kleidungsstücke werden der Hilfsorganisation Oxfam gespendet, die etwa ein Drittel der Kleidung in ihren Secondhand-Läden verkauft und etwa zwei Drittel als Kleiderspenden in Entwicklungsländer weiterleitet. Die übrigen 5% werden recycelt und zwar nicht nur zu neuer Mode, sondern auch zu Möbeln oder Autoreifen. Bolland garantiert, dass kein einziges abgegebenes Kleidungsstück tatsächlich weggeworfen wird.

Wie eine frühere Aktion mit recycelten Cashmere-Mänteln gezeigt hat (die innerhalb von nur 24 Stunden restlos ausverkauft war), ist die Nachfrage nach recycelten Kleidungsstücken durchaus vorhanden. Man muss diese Nachfrage nur bedienen, so Bolland.





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