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Vom 04. Mai 2012
In der Vogue sollen zukünftig keine Mager-Models mehr zu sehen sein.
© Vogue/ AP/ dapd
Die Modezeitschrift “Vogue” will künftig auf Mager-Models verzichten. Im Rahmen einer “Gesundheitsinitiative” will sich die Zeitschrift mit allen internationalen Ausgaben an einen Sechs-Punkte-Kodex halten. Dieser sieht vor, dass die Zeitschrift (zumindest “nicht wissentlich”) künftig nicht mehr mit essgestörten Models und Models unter 16 Jahren zusammenarbeiten wird.
Wie der Condé Nast Verlag am Donnerstag in München mitteilte, sieht sich die Vogue “als eine der einflussreichsten Stimmen der Modewelt… in der Verantwortung, ihr Gewicht in die relevanten Themen uns Diskussionen der Branche einzubringen”. Jonathan Newhouse, Vorsitzender von Condé Nast International betont, dass “Schönheit und Gesundheit zusammengehören” und man sich deshalb an den Sechs-Punkte-Plan halten wird. Diesem Kodex zufolge sollen die Models bei Kampagnen, Castings und Modenschauen immer per Ausweis ihr Alter nachweisen und es sollen ausschließlich Models gebucht werden, die “objektiv betrachtet, gesund sind und dazu beitragen, ein gesundes Körperbild zu fördern”.
Zu dem Verhaltenskodex gehört auch, an Designer zu appellieren, “die Folgen unrealistisch kleiner Mustergrößen ihrer Kleidung zu bedenken”. Außerdem ist ein Mentorenprogramm geplant, in dem jüngere Models von erfahrenen Kolleginnen unterstützt werden.
Die Initiative beginnt weltweit mit der Juni-Ausgabe der Vogue (Ausnahme: Japan, einen Monat später). Den Verzicht auf Mager-Models hat 2009 auch schon die deutsche Frauenzeitschrift “Brigitte” angekündigt, seitdem werden hier keine Models mit Kleidergröße “Null” mehr gezeigt.