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Vom 16. Juli 2012

Schlechtes Wetter macht Sommermode günstig

Schlechtes Wetter macht Sommermode günstig Das schlechte Wetter sorgt für große Rabatte in den Modehäusern. © Rainer Sturm/pixelio.de

Der verregnete Sommer drückt nicht nur auf die Stimmung vieler Sonnenhungriger, sondern auch auf die Preise der Einzelhändler. Angesichts des kalten Wetters kauft kaum jemand die aktuelle Sommermode.

Siegfried Jacobs, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands des Deutschen Textileinzelhandels (BTE), bestätigte gegenüber der “Welt”, dass die Geschäfte derzeit schlecht laufen. Viel weniger Kunden als im Vorjahr, volle Regale und keine Wetter-Besserung in Sicht hätte zur Folge, dass die Rabattschlacht zwischen den Modehäusern schärfer ausfällt als in den letzten Jahren. Jacobs erklärte, dass schon jetzt Mode extrem günstig sei und im Vergleich zum gleichen Zeitrum im Vorjahr deutlich höhere Nachlässe angeboten werden.

Tatsächlich haben viele Modegeschäfte die Preise für ihre Sommerware schon jetzt deutlich reduziert, Rabatte von 50% oder gar 70% oder 80% sind keine Seltenheit. Zwar gibt es seit der Rechtsreform 2004 offiziell keinen Sommerschlussverkauf mehr, doch in der Praxis setzen die Einzelhändler die Preise ihrer Saisonware weiterhin regelmäßig runter, um ihre Lager zu räumen und Platz für die Herbst- und Wintermode zu schaffen. Am kommenden Montag ist es wieder soweit, der inoffizielle Sommerschlussverkauf beginnt und dann ist mit weiteren Rabatten zu rechnen.

Für den Mode- und Textilhandel ist die schlechte Sommersaison ein weiterer Verlust, denn schon die zweite Jahreshälfte 2011 verlief schlecht. Auch hier war die Witterung an den schlechten Umsätzen schuld: Wegen des deutlich zu warmen Herbstes und Winters kauften die Menschen kaum Wintermode, berichtet die “Welt”. Laut BTE konnte der Mode- und Textilhandel 2011 zwar noch einen Umsatzanstieg von 2% auf 57,7 Milliarden Euro verzeichnen, in der ersten Jahreshälfte lag der Anstieg aber noch bei mehr als 5%. Den Verbandsexperten zufolge konnte der Abwärtstrend in diesem Jahr bislang noch nicht aufgehalten werden: In den ersten sechs Monaten des Jahres wurde ein Umsatz-Minus von 2% verzeichnet.





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