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Vom 04. Oktober 2012

Pariser Prêt-à-Porter-Schauen für Frühjahr/Sommer 2013

Pariser Prêt-à-Porter-Schauen für Frühjahr/Sommer 2013 Gaultier ließ sich von den 80er Jahren inspirieren. © Jacques Brinon/ AP/ dapd

Gestern endeten die diesjährigen Pariser Prêt-à-Porter-Schauen, auf der die Designer ihre neuen Kollektionen für die Frühjahr/Sommer-Mode 2013 präsentierten. Die Gäste erlebte einen bunten Mix verschiedener Stile, die sich teilweise an früheren Looks orientierten.

So drehte sich die gesamte Kollektion von Designer Jean Paul Gaultier um das Thema Doppelgänger und wurde zur Hommage an die Start der 1980er Jahre. Das war auch die einzige klare Linie in seiner Kollektion. Nach einem Grace-Jones-Double im Abendsmoking waren Models im 80er-Jahre-Madonna-Look zu sehen, die in Leder, Netztop, Bleistiftrock und schwarzen Haarschleifen über den Laufsteg schritten. 1990 hatte Gaultier bereits für Madonna Kleider entworfen, darunter der berühmte Spitzbusen-BH, der für reichlich Aufsehen sorgte. Auch später setzten beide ihre Zusammenarbeit fort, Gaultier entwarf auch die Outfits der “MDNA”-Welttournee der Sängerin. Die aktuelle Kollektion ist allerding noch einen Rick wilder und verrückter als die Kreationenaus den 80er Jahren. Dennoch gab es mit vielen Schnitten und Mustern aus der damaligen Zeit ein Wiedersehen: Die von Jane Birkin geliebte lässige Oversize-Kleidung sowie der Ethno-Tramp von Boy George oder der Disco-Glitzer-Look von Abba erlebten auf dem Laufsteg in Paris eine Renaissance. Zum Finale erschien (die echte) Amanda Lear, die als Disco-Queen der 70er Jahre berühmt wurde und auch heute noch – im Alter von 73 Jahren – im pinken Mini-Kleid eine sehr gute Figur machte.

Eine eindeutige klare Linie suchte man Experten zufolge auch bei Vivienne Westwood vergebens. Die Designerin ließ sich von den unterschiedlichsten Dingen inspirieren wie z.B. Käferkörpern, chinesischen Teedosen und vieles mehr. Bemerkenswert waren ihre kunstvoll gerafften Entwürfe, die dennoch locker wirkten und bei denen gerissene Säume mit aufwändigen Stickereien kontrastiert wurden.

Einen Blick in die Vergangenheit wagte auch das niederländische Designer-Duo Viktor & Rolf mit seiner neuen Kollektion. Inspiriert von den Hollywood-Stars der 30er Jahre, ließen sie mit ihren Schwarz-Weiß-Kontrasten, Satin, fließend langen Röcken und feinen Drapierungen den Glamour der alten Hollywood-Diven wieder auferstehen.

Wenig divenhaft, dafür sportlich und sexy präsentierte sich die neue Kollektion der britischen Designerin Stella McCartney. Ihre plissierten Schlauchkleider stellten durch die Kombination der Farben Weiß mit leuchtendem Orange einen coolen Kontrast dar, der ein bisschen an die Outfits der britischen Olympia-Mannschaft erinnerte. In all ihren Entwürfen wie z.B. den lockeren dreiviertellangen Hosen oder den breiten Mänteln aus waldgrünem Tweed sind sind Funktion und Stil eng verbunden. Ausgehfeine Stücke wie die für sie typischen Einknopf-Blazer hat sie mit überbreiten Schultern kombiniert, was nicht nur ihren treusten Fan, ihren Vater Paul McCartney, begeisterte, der mit seiner Frau Nancy im Publikum saß.





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